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Tomaten ziehen – Richtige Pflege

Tomaten sind aromatisch, vielseitig einsetzbar und auch ohne die Beigabe von Gewürzen so richtig schmackhaft. Eigentlich. Es sollte zwar so sein, wer aber im Supermarkt zu den sonnengereiften Früchten greift, bekommt des Öfteren blasse, wässrige und geschmackslose Tomaten. So machen sie natürlich wenig Freude, weil sie mit dem eigentlichen Tomatengeschmack nichts mehr gemein haben. Glücklicherweise kann dieses Problem behoben werden, denn Tomaten zu ziehen ist keine Wissenschaft. Besonders leicht wachsen die Früchte natürlich im Gewächshaus oder aber im heimischen Garten. Doch selbst auf dem Balkon werden die Tomaten sich in den Sommermonaten prächtig entwickeln und nicht nur mit einer kräftigen Farbe begeistern, sondern obendrein mit einem kaum zu vergleichenden Aroma. Die eigens angebauten Cherrytomaten, Kirschtomaten oder Cocktailtomaten sind dann auch frei von Schadstoffen und somit von höchster Bio-Qualität. Grundsätzlich sind nur ein paar Punkte zu beachten, womit einem baldigen Genuss nichts mehr im Wege steht.

Der perfekte Standort

Damit die Tomaten sich problemlos entwickeln können, sind sie auf einen möglichst sonnenverwöhnten Standort angewiesen. Tomaten lieben Sonne und deshalb sollte dies auch so gut wie irgend möglich beachtet werden. Große Hitze ist für Tomaten zu keiner Zeit ein Problem, meistens wird diese recht gut vertragen. Ein Schutz vor Zugluft ist allerdings unumgänglich, Tomaten sind nicht sonderlich stabil und könnten bei schweren Winden einfach einknicken. Die Ernte wäre hiermit ruiniert. Bestenfalls handelt es sich also um einen geschützten Ort, der windstill liegt und dennoch genügend Sonne abbekommt. Regen ist eine nicht zu unterschätzende Problematik, denn Tomaten vertragen Regen unter keinen Umständen. Im Freien ist es sehr kritisch, es ist manchmal gar nicht möglich, dass die Tomaten geschützt werden, weswegen sie ungeschützt jedem Regenschauer trotzen müssen. Verluste sind nach einem Regenschauer absolut üblich. Anders sieht es dann aber auf dem Balkon aus. Da reicht im Regelfall eine Plane aus, die sehr vorsichtig über den Tomaten ausgebreitet wird. Im Gewächshaus erledigt sich das Regenproblem von alleine – dort ist es bisweilen die Feuchtigkeit eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Das Gewächshaus sollte insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit regelmäßig gelüftet werden, sonst würde sich die Feuchtigkeit sammeln, was für die Tomaten nicht gut wäre.

Die Tomatenpflanzen kommen im Mai in die Erde

Tomaten sind erst reif für die Erde, wenn die Eisheiligen überstanden sind. Denn nur zu dieser Zeit ist Bodenfrost nicht mehr zu befürchten. Der kleinste Anflug von Frost würde nämlich mitunter reichen, die gesamten Tomatenpflanzen zu zerstören. Die Tomatenpflanzen selbst müssen immer angezogen werden, was mit den richtigen Voraussetzungen keine Herausforderung ist.

Die perfekte Größe haben die Pflanzen erreicht, wenn sie rund 30 Zentimeter messen. Die einzelnen Pflanzen brauchen mindestens 60 Zentimeter Abstand zueinander, damit sie sich nicht in die Quere kommen. Ganze Reihen sollten wiederum rund 100 Zentimeter Abstand haben. Die Wurzel einer Pflanze wird mit Erde bedeckt, bis rund 5 Zentimeter davon unterirdisch sind. Das Einpflanzen als solches ist zumeist ein individueller Ablauf, da es darauf ankommt, wo die Tomaten wachsen. Im Freien muss weitaus mehr beachtet werden. Die Tomaten sind dort sämtlichen Wetterverhältnissen ausgesetzt, brauchen einen nährstoffreichen Boden und müssen vor Schädlingen geschützt werden. Sehr viel einfacher ist es deswegen, wenn die Tomatenpflanzen in einem Kübel auf einem Balkon unterkommen. Es muss nicht zwangsläufig ein Kübel sein, die Möglichkeiten sind relativ vielseitig. Die Pflege bei Balkonpflanzen fällt sicherlich sehr viel anspruchsloser aus, als wenn die Tomaten sich im Garten befinden. Das Gewächshaus liefert noch einen weiteren Pluspunkt. Dort ist eine ertragreiche Ernte vorprogrammiert, weil die Voraussetzungen einfach perfekt sind und die Tomaten sich wunderbar entwickeln können.

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Die richtige Tomatenpflege

Sobald die Tomatenpflanzen eingesetzt sind und gut gedeihen, muss die Pflege möglichst gründlich erfolgen. Sicherlich sind Tomaten sehr anspruchsvoll, es lohnt sich aber, Hobbygärtner werden schließlich mit einem extrem aromatischen Geschmackserlebnis entschädigt. Bis die Tomaten Anfang Juni geerntet werden können, wachsen die Pflanzen sehr schnell und können teilweise richtig hoch werden. Es kann also nötig sein, dass die Tomatenpflanzen mit einem Stab gestützt werden müssen. Das ist auch auf dem Balkon so, das Gewicht ist nämlich nicht ohne, und wenn die Tomaten erst einmal in sich selbst einknicken, dann wird es kritisch. Sobald es also den Anschein hat, dass die Pflanzen krumm wachsen, sind spezielle Stäbe in Anspruch zu nehmen. Mit einem Faden werden die Pflanzen fixiert und so sollte auch ein Windstoß keinen bedrohlichen Umstand darstellen. Bei Tomaten, die im Garten wachsen, muss eventuell weitaus früher eine Fixierung stattfinden, diese Pflanzen sind schließlich Wind und Regen ungeschützt ausgesetzt.

Tomaten sind auf einen nährstoffreichen Dünger angewiesen. Nach dem Einsetzen sollte rund eine Woche vergehen, bis der Dünger das erste Mal zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich natürlich um einen speziellen Dünger für Tomaten. Die Gebrauchsanweisung gibt dann Auskunft darüber, in welchem Abstand gedüngt werden muss. Das hängt mitunter auch immer davon ab, welche Qualität der Boden hat und um welchen Standort es sich handelt. Regelmäßiges Wässern ist unabdingbar, die Pflanze darf jedoch dabei nicht ertränkt werden. Besonders schonend ist es, wenn das Wasser direkt auf die Wurzeln fließt. So bekommt die Tomatenpflanze das Wasser genau dort, wo sie es braucht und die Blätter werden hervorragend geschont. Sobald es zu regnen beginnt, sind Tomaten mithilfe einer Plane zu schützen. Jeder Regenschauer kann die Ernte ruinieren, weil die Pflanzen diesem kaum Standhalten können.

Ende August werden die Blätter entfernt, um ein Wachstum weiterer Früchte zu verhindern. Diese würden bis zum Saisonende nicht mehr vollständig reif werden und halb fertig an den Pflanzen zurückbleiben. Regelmäßiges Ausgeizen ist schließlich auch relevant, damit die Ernte richtig üppig ausfällt. Dabei geht es nur darum, die Seitentriebe so weit wie möglich abzuknipsen. Das verhilft zu einer sehr prallen und schmackhaften Ernte, die in diesem Maße sicherlich alle Vorstellungen übertrumpft.