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Mischkulturen im Gemüsebeet

Es mag ein wenig irritierend klingen, doch Pflanzen gedeihen nur so schön, wie es das direkte Umfeld zulässt. Die Nachbarschaft der Pflanzen wirkt sich elementar auf die Entwicklung aus. Das Zusammenleben von verschiedenen Pflanzensorten kann sogar richtig kritisch werden. Wer also denkt, dass es gar nicht so schwer sein kann, ein Gemüsebeet anzulegen, der irrt sich gewaltig. Möchte sichergestellt werden, dass das Gemüse sich prächtig entwickelt und eine reichhaltige Ernte trägt, muss auf einiges geachtet werden. Die Mischkultur im Gemüsebeet hat direkt mehrere Vorteile, die es keineswegs von der Hand zu weisen gilt.

Die Vorteile der Mischkultur

Anbau von GemüseWer sich im Gemüsebeet für eine Mischkultur entscheidet, bereut das keineswegs. Eine Mischkultur impliziert die ideale Zusammenstellung einzelner Gemüsesorten. Der Platz wird also optimal ausgekostet. Das bedeutet, dass sich der Aufwand lohnt, die Ernte fällt schließlich abwechslungsreich aus. Das ist auch ein weiterer Vorteil. In einem Beet finden verschiedene Gemüsesorten ihren Platz und damit gestaltet sich der Speiseplan so richtig vielseitig. Alle Pflanzen, die in Mischkultur angepflanzt werden, entwickeln sich prächtig. Nicht selten fällt die Ernte unwahrscheinlich ertragreich und aromatisch aus. Die Früchte schmecken noch einmal intensiver und runden den Genuss perfekt ab. Dieser Geschmack ist grundsätzlich mit nichts zu vergleichen, der Einzelhandel kann da schon gar nicht mithalten. Unkraut hat keine Chance, denn dank der Mischkultur wächst hier nichts, was nicht auch seine Berechtigung hat. Die einzelnen Pflanzen beschützen sich bestenfalls vor Schädlingen und so muss sich der Gärtner eigentlich um gar nichts kümmern. Selbst Krankheiten müssen nicht befürchtet werden, bei der optimalen Mischkultur kommen die nicht durch. Der Gärtner erlebt demzufolge eine echte Arbeitserleichterung. Einzig die Wasserversorgung liegt noch im Aufgabenbereich des Gemüsegärtners.

Die perfekte Mischkultur

Monokulturen haben schon lange ausgedient, denn letztlich spricht wirklich gar nichts dafür. Viel eher sollte die Mischkultur in deutsche Gärten einziehen. Das hat sogar optische Gründe. Wohingegen die Monokultur schnell langweilig wirkt, kann die Mischkultur im Gemüsebeet für poppige Abwechslung sorgen. Sinnvoll ist die Kultur nur dann, wenn gute Nachbarschaft zum Einsatz kommt. Es gibt nämlich auch Gemüsesorten, die sich einfach nicht leiden können und deswegen auch nicht gut zueinanderpassen. Es gibt eine Faustregel: Alle Gemüsesorten, die über der Erde reifen, vertragen sich auch hervorragend mit den Pflanzen, die unter der Erde reif werden. Das liegt vor allem darin, dass sich diese Gemüsesorten hervorragend ergänzen und beinahe Hand in Hand arbeiten. Bei solchen Mischkulturen braucht es nur relativ wenig Platz, was vor allem in kleineren Gärten von Vorteil ist. Mit dieser Kultur können verschiedenste Sorten in nur einem Beet untergebracht werden. In einem überschaubaren Beet wachsen dann leckere Gemüsesorten, die den Speiseplan nachhaltig verändern. Wer vielleicht nur ein Gemüsebeet anlegen will, kommt um eine solche Mischkultur nicht umhin, denn sie ist wirklich ideal geeignet, wenn nur wenig Platz vorhanden ist.

Kräuter gehören immer in das Gemüsebeet

Seniorin erntet SchnittlauchWer ein Gemüsebeet anlegt, muss unbedingt auch Kräuter mit dazusetzen, denn das erweist sich als kluge Entscheidung. Welche Kräutersorten zum Einsatz kommen, hängt auch immer von den Gemüsesorten ab. Die Möglichkeiten sind aber sehr vielseitig.

  • Schnittlauch verhindert Grauschimmel an Erdbeeren.
  • Borretsch zieht Bienen an, die zur Befruchtung von Früchten nötig sind.
  • Mangold passt zu Radicchio und Kerbel
  • Grünkohl harmoniert bestens mit Grünkohl und Endivie

Bevor eine Bepflanzung stattfindet, sollten sich Gärtner ein Konzept überlegen. Das dient nicht nur der Zusammenstellung einer durchweg positiven Partnerschaft. Viel eher kann so sichergestellt werden, dass kein Platz verschenkt wird. In einem kleinen Garten ist eine solch gründliche Vorarbeit unwahrscheinlich wichtig. Doch auch in einem etwas größeren Garten ist der Vorteil keineswegs von der Hand zu weisen.

Die Mischkultur als Soforthilfe

Es gibt viele Gärten, in denen Monokultur dominiert. Dort kann es entsprechend schnell passieren, dass sich die Pflanzen mit Krankheiten und Schädlingen infizieren. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch zeitaufwendig und schlimmstenfalls fällt die komplette Ernte aus. Es ist demnach sinnvoll, bei einem solchen Befall klug vorzugehen. Eventuell kann die Ernte noch gerettet werden, indem eine nachträgliche Mischkultur angelegt wird. Mithilfe einzelner Ratgeber kann herausgefunden werden, welche Kräuter und Pflanzen gegen die Schädlinge helfen. Mit ein wenig Glück ist der Befall dann bald schon wieder Vergangenheit. Bevor es überhaupt so weit kommt, ist es ratsam, direkt im Voraus auf die Mischkultur im Gemüsebeet zu setzen. Denn damit können leidenschaftliche Gärtner sich eine überaus leckere und ertragreiche Ernte sichern, die in dieser Form schwer zu toppen wäre.

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