MENU

Bärlauch erkennen und verarbeiten

Bärlauch verleiht zahlreichen Gerichten eine würzige Note und kann sogar Basic-Gerichte auf kulinarische Weise aufwerten. Verwandt ist das schmackhafte Wildkraut mit Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebel, was grundsätzlich auch schon erste Indizien auf den Geschmack gibt, der erinnert nämlich ebenfalls an eine Mischung von Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch. Gegenwärtig handelt es sich bei Bärlauch um das beliebteste Wildkraut, was sich nicht nur im Supermarkt zeigt, sondern auch in vielen Restaurants, wo Bärlauch von den Speisekarten nicht wegzudenken ist. Das hat natürlich seine Gründe, immerhin ist Bärlauch sehr wohlschmeckend und vielseitig. Es gibt unzählige Variationen von Bärlauch, die Genuss auf besonderem Niveau versprechen. Geschmack und Geruch erinnern eher an Knoblauch, wohingegen der Schnittlauch eher etwas im Hintergrund auftritt. Das Wildkraut kann unter Umständen selbst gesammelt werden und auch bei der Verarbeitung ergeben sich diverse Möglichkeiten. Andernfalls gibt es das wilde Kraut im Supermarkt, auf einem Wochenmarkt oder gegebenenfalls auch im eigenen Garten.

Bärlauch erkennen und ernten

Das fatale an dem leckeren Kraut ist die optische Erscheinung. Insbesondere Laien haben meist das Problem, dass Bärlauch mit Maiglöckchen verwechselt wird. Das ist prekär, weil Maiglöckchen giftig sind. Schlimmstenfalls kann deren Verzehr sogar tödlich enden. Aus diesem Grunde ist es wesentlich, sich vor einem Abstecher in den Wald gründlich zu informieren und Bildmaterial zu sichten. Wer sich trotzdem unsicher ist, sollte vielleicht sogar einen Experten mitnehmen, der sich mit Kräutern aus dem Wald auskennt. Das Wildkraut wird geerntet, bevor es blüht, es handelt sich also um eine junge Pflanze, die es zu suchen gilt. Um sicherzustellen, dass es sich um das schmackhafte Kraut handelt, gibt es einen Trick. Laien reißen ein Blatt ab und verreiben es zwischen den Fingern. Sofern es wirklich das beliebte Wildkraut ist, dauert es sicher nicht lange, bis sich der typische Geruch entwickelt. Zweifel bestehen dann garantiert keine mehr.

Bärlauch sammeln

Bärlauch schmeckt frisch am besten

Bärlauch ist keine Ausnahme und schmeckt wie die meisten Wildkräuter gerade im frischen Zustand sehr lecker. Umso frischer der Bärlauch, desto besser – er hält sich aber dennoch nur rund zwei Tage im Kühlschrank und muss deswegen zeitnah verbraucht werden. Damit der Genuss auch am nächsten Tag noch ungetrübt stattfinden kann, sollten die Stiele mit einem leicht angefeuchteten Küchentuch umwickelt werden. Die Kräuter selbst müssen unbedingt im Kühlschrank verbleiben. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern sollte Bärlauch nicht getrocknet werden. Durch den Trocknungsvorgang gehen sämtliche Aromen verloren, was letztlich fatal wäre. Es ist allerdings möglich, Bärlauch in der Tiefkühltruhe aufzubewahren. Besonders praktisch funktioniert das, wenn schon einzelne Portionen separat verpackt werden. Der Verlust des Aromas lässt sich zwar nicht vermeiden, aber er hält sich in Grenzen. Eine weitere Aufbewahrungsart ist vor allem in kreativen Küchen vorzufinden. Das Kraut kann in Olivenöl eingelegt und auf diese Weise konserviert werden. Solange das Würzkraut mit Öl bedeckt ist, bleibt es mehrere Monate frisch und verliert auch sein Aroma nicht.

Bärlauch-Pesto mit Bärlauchblättern und -blüten

Bevor das wilde Kraut allerdings in irgendeiner Form verarbeitet wird, muss es gründlich gewaschen werden. Die Stile können entfernt werden, sie sind ohnehin sehr hart und deswegen kaum schmackhaft. Bärlauch verliert viel Geschmack, sobald er mit Hitze in Kontakt kommt. Um dies zu vermeiden, sollte das Kraut auch möglichst unverarbeitet zum Einsatz kommen. Das ist auch für den Geschmack recht zuträglich.

Genießen mit Bärlauch

Die feine Würze von Bärlauch ist mittlerweile in sämtlichen Sterneküchen gefragt. Das liegt auch daran, dass die Beliebtheit des Wildkrauts in den letzten Jahren richtig stark zugenommen hat. Kein Wunder, kaum ein Kraut lässt sich so abwechslungsreich einsetzen. Gehackter Bärlauch kann immer als Topping zum Einsatz kommen und die wunderschönen Bärlauch-Blüten sind als Dekoration ein richtiger Hingucker. Auch wenn stets neue Bärlauch-Kreationen den Markt überschwemmen, sind es zumeist die Klassiker, die einfach, lecker und zeitlos sind.

Dazu gehört sicherlich das Bärlauch-Pesto, durch welches das wilde Kraut erst so bekannt wurde. Das klassische Pesto besteht aus rund 100 Gramm Bärlauch – die Menge kann variieren, wenn ein etwas intensiverer Geschmack gewünscht ist. Der Bärlauch muss gründlich gewaschen, geschnitten und getrocknet werden. Damit das Pesto seinen nussigen Geschmack erhält, sollten nun rund 60 Gramm Mandeln in einer Pfanne angeröstet werden. Sobald diese abgekühlt sind, werden sie mit Bärlauch, etwa 60 Gramm Parmesan und Olivenöl gemischt und püriert. Wie viel Öl angebracht ist, hängt auch ein wenig von den eigenen Vorstellungen ab. Das Pesto sollte bestenfalls eine sehr zarte Konsistenz aufweisen. Bei den Gewürzen ist Kreativität gefragt – mit etwas Salz und Pfeffer ist das Bärlauch-Pesto aber schon richtig schmackhaft. Das würzige Pesto kann sogar auf Vorrat zubereitet werden. Doch schon lange lässt sich das Kraut für viele weitere Speisen einsetzen, denn grundsätzlich sind der Fantasie hierbei keine Grenzen gesetzt. Gerade die kreativsten Kombinationen sind manchmal echte Geschmackskracher.

Bärlauch im Supermarkt

Wer einmal den Blick im Supermarkt schwenken lässt, stellt fest, dass der Bärlauch auch hier schon lange Einzug gehalten hat. Käse mit Bärlauch, Wurst mit Bärlauch und Pizza mit frischem Bärlauch – die kulinarische Vielfalt ist eine Augenweide und sicherlich gibt es Kreationen, auf die alleine sicher niemand kommen würde. Die Genussvielfalt ist beeindruckend und nach wie vor entwickeln Hersteller weitere Köstlichkeiten mit Bärlauch. Wer diesem Wildkraut schon lange verfallen ist, freut sich sicher, dass die gefragten Bärlauch-Kreationen auch jetzt noch nicht abreißen. Künftig kommen garantiert weitere Leckereien dazu, die zeigen, wie unwahrscheinlich umfangreich Bärlauch in der Küche verwendet werden kann. Für den besonders frischen Genuss ist es dennoch ratsam, wenn Bärlauch vor Ort gesammelt wird. Wer dafür nicht unbedingt in den Wald gehen möchte, kann das Wildkraut sowohl im Garten als auch auf dem Balkon anbauen, denn dafür sind kaum Kenntnisse nötig. Ohne nennenswerten Aufwand steht dann immer frischer Bärlauch zur Verfügung, der gewiss auch die eigene Kreativität in der Küche ankurbelt.