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5 Tipps zum Gartenteich anlegen

Ein Gartenteich macht sich in jedem noch so kleinen Garten gut, er strahlt nämlich Gemütlichkeit aus und trägt der Entspannung bei. In China spielt Wasser eine wichtige Rolle, weil es eine beruhigende Wirkung auf den Menschen hat. Wer sich diesen Effekt in den eigenen Garten holen will, kann das relativ einfach tun, denn es ist kein Hexenwerk, sich einen Gartenteich anzulegen. Vor dem ersten Spatenstich müssen aber trotz allem ein paar Faktoren beachtet werden und darüber hinaus ist die Planung sehr wesentlich. Wer nämlich im Voraus alle Aspekte bedenkt und gut plant, der vermeidet im Anschluss aufwendige und nicht selten teure Ausbesserungsarbeiten. Mit der entsprechenden Vorarbeit gestaltet sich die eigentliche Umsetzung dann auch weitaus einfacher und das Ergebnis wird genau so ausfallen, wie es gewünscht wird. Bei der Gestaltung eines Gartenteichs ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, denn zwischenzeitlich stehen der Kreativität kaum mehr Grenzen im Wege.

1. Der richtige Standort für den Teich

Bevor es an die eigentliche Planung geht, muss herausgefunden werden, wo der Teich künftig seinen Platz findet. Bestenfalls handelt es sich um einen Standort, der sich zentral im Garten befindet und von allen Ecken einsehbar ist. Auch das biologische Gleichgewicht wird durch die direkte Umgebung maßgeblich beeinflusst. Diese Entscheidung sollte also nicht übereilt getroffen werden. Zuerst einmal ist natürlich die Sicht ein sehr wesentlicher Indikator. Es sollte also nicht nur ein zentraler Punkt im Garten sein – je näher sich der Teich an der Terrasse befindet, umso effektiver ist auch der Entspannungsfaktor. Eine versteckte Ecke stellt keineswegs einen geeigneten Standort dar.

Weiterhin muss die Umgebung inspiziert werden, wenn schon ein schöner Platz gefunden wurde. Es darf kein Baum in der Nähe stehen. Laub, Blütenstaub, Tannennadeln und Äste würden in den Gartenteich fallen und die Wasserqualität negativ beeinflussen. Außerdem ist der Arbeitsaufwand enorm, irgendwer muss die Blätter schließlich aus dem Teich fischen. Der Platz sollte zudem halbschattig sein, damit nicht zu viel Sonne das Wasser trifft. Ein ausgewogenes Lichtverhältnis ist sehr zuträglich für die Wasserqualität. Wind bringt Sauerstoff in den Gartenteich, deswegen darf der Teich unter keinen Umständen zu windgeschützt angelegt werden.

Am Ende muss auch der Boden genau betrachtet werden, schließlich muss dort bald ein Loch ausgehoben werden. Befinden sich zu viele Wurzel, Steine oder andere Verunreinigungen in der direkten Umgebung, ist zu befürchten, dass die Teichfolie einen Schaden davontragen könnte. Das wäre für den Teich fatal. Letztlich spielt natürlich die Sicherheit auch eine übergeordnete Rolle. Befinden sich Kinder im Haushalt, muss der Standort noch einmal sehr gründlich unter die Lupe genommen werden. Es darf kein Risiko eingegangen werden, denn Wasser zieht Kinder bekanntermaßen magisch an und der Teich stellt als solches selbstverständlich eine Gefahrenquelle dar.

2. Form und Größe für den Gartenteich bestimmen

Bei der Form darf der Gärtner gerne kreativ sein, denn gegenwärtig ergeben sich verschiedenste Möglichkeiten. Es ist sicher nicht schlecht, wird der Gartenteich ein wenig auf die Gegebenheiten im Garten angepasst. Sind beispielsweise viele geschwungene Formen vorzufinden, dann passt ein solcher Teich auch hervorragend in das Gesamtbild. Das ist letzten Endes sowieso oberste Prämisse, schließlich sollte der Gartenteich das Bild des Gartens perfektionieren und so eine echte Wohlfühloase schaffen. Größere Gartenteiche sind natürlich relativ dominant und machen sich deswegen in üppigen Gärten auch richtig gut. Wer nicht viel Platz hat, sollte es womöglich nicht übertreiben, sondern eher auf kleinere Teiche ausweichen, die eine ebenso entspannende Wirkung mitbringen. Fakt ist aber auch, dass kleine Gartenteiche nicht ganz so stabil sein. Ein Mittelmaß wäre deswegen auch die sinnvollste Entscheidung.

3. Teichzonen im Gartenteich

Ein klassischer Teich gliedert sich immer in unterschiedliche Teichzonen. Diese bilden die natürlichen Zonen von Gewässern wider und sind entsprechend im Voraus festgelegt. Es handelt sich dabei um drei Teichzonen: Stumpfzone, Flachwasserzone und Tiefwasserzone. Mithilfe von Folien können die einzelnen Teichzonen sehr einfach gestaltet werden. Die Zonen sind unabdingbar und spielen bei der Bepflanzung eine maßgebliche Rolle. In allen drei Teichzonen wachsen am Ende immerhin Pflanzen, die eine Funktion übernehmen. Dieser Faktor muss deswegen auch schon bei der Planung im Voraus beachtet werden, sonst würde sich die Gliederung nur unnötig schwer gestalten.

Seerose

4. Hochwertige Technik

Beschäftigt sich der Gärtner mit der Planung eines Teichs, stellt sich irgendwann die Frage, ob nun ein Wasserfilter nötig ist, oder darauf nicht doch verzichtet werden kann. Grundsätzlich gehen Experten davon aus, dass sich kleine Gartenteiche auch vollkommen ohne aufwendige Technik halten. Das biologische Gleichgewicht wird zumeist eigenständig reguliert und der Mensch muss nicht viel dafür tun, dass der Teich in voller Schönheit erstrahlt. Bei einem großen Gartenteich sieht es aber schon anders aus, dann geht es ohne Filtersystem eigentlich nicht mehr. Problematisch wird es auch, wenn Fische den Teich bewohnen. Die hübschen Teichfische setzen Kot ab und verschmutzen das Wasser oftmals richtig stark. Diese Verschmutzungen wirken sich aber auf die Wasserqualität aus. Wenn das Wetter dann noch mitspielt, wären Algen die Konsequenz. Es kommt also vornehmlich auf die Größe des Teichs an. Außerdem gilt es zu beachten, ob Fische im Teich leben. Im Zweifelsfall gibt es aber mehrere Möglichkeiten, wie die Frage endgültig geklärt werden kann. Im Fachhandel wäre außerdem eine Beratung denkbar.

Fische im Gartenteich 2

5. Dekoration und Schutz

Die Dekoration des Teichs ist wahrlich als letzter Schritt zu verstehen. Bei der Bepflanzung muss zwingend darauf geachtet werden, welche Gegebenheiten vorhanden sind und ob Fische im Teich schwimmen. Andernfalls kommt es noch auf weitere Punkte an, die zumeist sehr individuell sind. Bei einem Gartenteich geht es aber auch um Schutz. Sobald der Teich angelegt wurde, kann es sinnvoll sein, wenn er mit einem Schutzgitter umrahmt wird. Das ist vorwiegend dann relevant, wenn Kinder mit im Haushalt leben. Diese könnten sich sonst nicht mehr frei im Garten bewegen, was sicherlich eine Einschränkung darstellen würde. Die klassischen Schutzgitter sind normalerweise nicht teuer und leicht installierbar. Der Schutz, der davon ausgeht, könnte dann aber nicht größer sein.

Wer sich an diese Punkte hält, der wird grundsätzlich keine Probleme haben. Mit einer solch ausführlichen Planung gestaltet sich die eigentliche Teichgestaltung dann zum Kinderspiel. Nachdem der Boden ausgehoben wurde, muss die entsprechende Teichfolie verlegt werden. Sobald der Gartenteich fertig ist, geht es außerdem an die Bepflanzung. JE nach vorhandenen Teichzonen kann dabei Individualität herrschen.